Business Intelligence statt
Excelwust Durchblick im Datendschungel
verbessert EntscheidungenUnternehmen, die
Business-Intelligence-(BI)-Projekte in einem Kompetenzzentrum bündeln
und vereinheitlichen und eine zentrale Plattform für ein
standardisiertes Reporting aufbauen, schaffen einen transparenten
Überblick über alle Geschäftsdaten und Kennzahlen.
Damit kann das Management schnell fundierte
Entscheidungen treffen und die Geschäftstätigkeit
effizienter steuern. BI-Starterpakete ermöglichen
einen kostengünstigen Einstieg in das integrierte Reporting. Bei vielen Unternehmen steckt die
Standardisierung des Reportings noch in den Kinderschuhen:
Geschäftsbereich A arbeitet vielleicht schon seit Jahren mit
standardisierten Kennzahlen und setzt moderne BI-Werkzeuge ein, die
das interne Berichtswesen verbessern. In den Geschäftsbereichen
B und C dagegen wertet man Key-Performance-Indikatoren (KPIs) mit
selbst gestrickten Excel-Dateien aus, die sich nur Eingeweihten
erschließen, oder mit eigenprogrammierten Datenbank-Lösungen.Entscheidungen im Blindflug Dieses fiktive Beispiel zeigt: Firmen
mit heterogenen BI-Landschaften und weitgehend manuellen und
individuellen Berichtsprozessen verschwenden viel Zeit und
Arbeitskraft, um Daten zu sammeln, zu validieren, aufzubereiten und
in Berichten bereitzustellen. Es fehlen aufeinander abgestimmte,
einheitliche Standards und Definitionen zu Datenmodellen, Prozessen
und Inhalten. Auch klare Verantwortlichkeiten sucht man vergebens. Die manuelle Konsolidierung und
Auswertung wichtiger Unternehmenskennzahlen ist ein zeit- und
kostenaufwendiger Kraftakt. Zudem besteht die Gefahr, dass Daten
unvollständig, doppelt oder gar falsch übertragen werden.
Das wiederum beeinträchtigt die Datenqualität und damit
auch die Qualität der Geschäftsanalysen und sorgt für
Verdruss bei den BI-Anwendern, die den Analysen dann nämlich nur
bedingt vertrauen können. Ohne aktuellen und transparenten
Überblick über die Geschäftstätigkeit steigt für
das Management jedoch die Wahrscheinlichkeit, Fehlentscheidungen zu
treffen. Das BICC als Schaltzentrale Aufgrund negativer Erfahrungen
initiieren immer mehr Unternehmen daher bereichsübergreifende
und strategische BI-Initiativen und bündeln sie in einem
Business Intelligence Competence Center (BICC). Das zeigt eine
aktuelle Umfrage des Business Application Research Centers (BARC)
unter mehr als 400 Unternehmen. 63 Prozent der befragten Firmen haben
bereits ein Kompetenz-Zentrum für BI-Fragen aufgebaut. Ähnliche
Zahlen hatte das US-Marktforschungsinstitut Gartner bereits im Jahr
2009 für die Global-2000-Unternehmen ermittelt. Als zentrale, übergreifende
Organisationseinheit kann das BICC dazu beitragen, die Effektivität
von BI-Initiativen zu erhöhen und Diskrepanzen zwischen
individuellen Projektzielen und dem Unternehmensstandard auszuräumen.
Es fungiert als Schaltzentrale für die Planung, Koordination,
Steuerung und Realisierung von BI-Projekten. So implementiert das
BICC in Abstimmung mit dem CIO und dem Management eine BI-Strategie,
die sich an der Unternehmensstrategie orientiert. Es wacht über
deren Einhaltung und gewährleistet eine durchgängige
BI-Infrastruktur mit verbindlichen Standards wie einheitlichen
Architektur- und Design-Vorgaben und Namenskonventionen. Integrierte BI-Plattform aufbauen Gleichzeitig sorgt es für den
effizienten Einsatz der BI-Technologien und die Ablösung eines
Excel-basierten Bereichs-Reporting. Das umfasst die Gestaltung und
Implementierung eines zentralen Data Warehouse und die Auswahl einer
passenden BI-Lösung mit modernen Frontend-Tools zur
Datenauswertung und für die Berichterstellung. Sie bilden die
Grundlage für den Aufbau einer integrierten Reporting-Plattform
mit einer konsisteenten Datenbasis, standardisierten Kennzahlen und weitgehend
automatischen Auswertungen. Dadurch erhalten BI-Anwender vom
Management bis hinunter in die Fachabteilungen verlässliche und
jederzeit aktuelle geschäftlich und wettbewerbstechnisch
relevante Kennzahlen: Finanzdaten wie Umsätze und Kosten, aber
auch Informationen zur Auftrags-Pipeline, zur Liefertreue, zu
Durchlaufzeiten von Aufträgen in der Produktion oder zu
Bestandsreichweiten im Lager. Die umfassende und transparente Sicht
auf diese Kennzahlen verbessert das Reporting ganz maßgeblich
und ermöglicht eine effektivere Planung, Steuerung und
Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeit. Nicht zuletzt
wird auch das Vertrauen der Anwender in die so gewonnenen Daten
gestärkt. BI-Komponenten aufeinander abstimmen Laut Gartner erwerben Unternehmen
BI-Anwendungen primär, um besser und schneller entscheiden zu
können. Bei der Anschaffung sollte darauf geachtet werden, dass
Datenbanken, BI- und Analyse-Applikationen harmonieren und sich in
die vorhandene IT-Lösungsarchitektur einpassen. Eine BI-Suite
wie SAP BusinessObjects 4.0, die verschiedenste BI-Tools und
-Werkzeuge, zum Beispiel für das Enterprise Reporting (Crystal
Reports) und die Daten-Visualisierung (Dashboard Design), auf einer
einzigen Plattform vereint, vereinfacht diese Anpassung. Hinzu kommen Anwendungen für das
Enterprise Information Management (EIM) mit Web-Intelligence als
Analystentool und SAP BusinessObjects Explorer als Abfragetool für
große Anwendergruppen. Mit InfoView steht auch ein Web-Portal
(BI Workspaces) zur Verfügung. Technisch gesehen bildet ein
zentraler semantischer Layer – bei SAP BusinessObjects „Universen“
genannt –, der die Geschäftsdaten strukturiert, die gemeinsame
Basis für die einzelnen Anwendungen. Sehr fein einstellbare
Sicherheitsfunktionen gewährleisten darüber hinaus, dass
die Nutzer ausschließlich die BI-Daten und -Kennzahlen aufrufen
und bearbeiten, für die sie eine Berechtigung besitzen. Schneller BI-Einstieg Nicht selten scheuen sich die
Unternehmen, gleich ein komplettes BICC aufzubauen oder in eine
umfassende BI-Suite zu investieren. Das liegt häufig an
restriktiven IT-Budgets, fehlenden internen Ressourcen oder
mangelndem BI-Know-how in der IT-Organisation. Viele Firmen, egal ob
Mittelständler oder global agierende Konzerne, suchen dennoch
einen schnellen und preiswerten Einstieg in die BI-Welt, um
spezifische Reporting-Anforderungen der Geschäftsführung
oder einzelner Fachbereiche zu erfüllen. Eine Möglichkeit für den
Einstieg aus der „Bottom-up-Perspektive“ eröffnen die Fast
Start Packages für SAP BusinessObjects, wie sie der
IT-Systemintegrator basycs im Rahmen seiner b.I.S.4i Initiative
zusammen mit IBM und SAP entwickelt hat. Die BI-Lösungspakete,
etwa für SAP Crystal Reports und für SAP BusinessObjects
Dashboards, sind vorinstalliert, sofort nutzbar und können
einfach in die vorhandene Systemlandschaft integriert werden. Sie
bestehen aus Hardware und Software und beinhalten die
End-User-Lizenzen für drei Monate. Damit entfallen sowohl die
Kosten für die Anschaffung zusätzlicher Hardware wie auch
für die Lizenzen.
BI-Pakete flexibel erweitern Auf diese Weise lassen sich binnen
weniger Wochen anhand konkreter Businessdaten erste praktisch
nutzbare Ergebnisse erzielen. Damit erhalten Management und
IT-Leitung eine fundierte Entscheidungsbasis für die Umsetzung
eines BI-Gesamtprojektes. Ebenso unterstützen die
Fast-Start-Pakete aufgrund der klar umrissenen Zielsetzungen und der
transparenten Strukturen die gemeinsame Rollenfindung im BI-Team und
bilden damit den idealen Startpunkt für die Installation eines
BICC.
Hat sich ein Unternehmen für ein
BI-Paket entschieden, wird auf der Basis aktueller Berichts- oder
Planungsprozesse ein Auswertungs- oder Planungsszenario definiert.
Danach werden die notwendigen Reporting- oder Dashboard-Prototypen
beziehungsweise Planungs-Workflows, etwa für die
Kostenstellenplanung, aufgebaut. Die entwickelten Berichte und
Dashboards verbleiben nach Ablauf der Fast-Start-Phase im
Unternehmen. Sie lassen sich bei Bedarf jederzeit erweitern oder um
zusätzliche, neue BI-Funktionen ergänzen und zu einem
späteren Zeitpunkt auch nahtlos in eine BI-Gesamtlösung
einbinden.
Fachartikel ist so erschienen in: S@pport 11/2011 Autor: Peter Stelzer, Prokurist
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